Ich unterstütze die Idee, die Ressourcen und Kompetenzen unserer Hochschule zum Ausprobieren von Ideen für jedermann zentral über eine gemeinsame Schnittstelle zu erschließen. Wir haben mit dem Zentrum für Gründung und Transfer bereits einige attraktive Angebote für Unternehmer und glauben, dass ein interdisziplinärer Prototypenbau hier eine gute Ergänzung darstellt. Potentielle Gründer, die bei uns ihre Produktideen erproben, können wir parallel in wirtschaftlicher Hinsicht beraten.

Prof. Dr.-Ing. Gerald Kell, Vizepräsident für Forschung und Technologietransfer

An unserer Hochschule fangen Studierende mit ganz unterschiedlichem Hintergrund an: Während die einen eine Metall-Ausbildung abgeschlossen haben, kommen andere direkt von der Schule und haben unter Umständen noch nie eine Bohrmaschine oder Säge in der Hand gehabt. Das Wissen und die Vorstellung um eine fertigungstechnische Realisierung ist aber unverzichtbare Voraussetzung beim Konstruieren. Die Umsetzung eigener Ideen durch 'Selbermachen' in einer offenen Werkstatt halte ich für einen hervorragenden Weg, um die erforderliche Kompetenz zum fertigungsgerechten Gestalten auf Basis eigener, praktischer Erfahrungen zu entwickeln.

Prof. Dr.-Ing. Franz-Henning Schröder, Professur für Konstruktion (CAD) und Maschinenelemente

Es gibt einen ganz einfachen Trick, die speziellen Fertigungsverfahren der Mikrotechnik schon für Kinder erlebbar zu machen: Man vergrößert die Strukturen so, dass sie nicht mehr so staubanfällig sind und man keinen Reinraum mehr braucht.
Ich könnte mir vorstellen, eine Werkstatt einzurichten, in der man elektronische Schaltungen auf 3d-Kunststoffteile aufbringen kann. Dabei könnte man so spannende Dinge integrieren wie Piezofolien, die durch Verbiegen des Teils Strom liefern.

Prof. Dr.-Ing. Sören Hirsch, Professur für Elektrotechnik

Eine offene Werkstatt bietet jedem Einzelnen die Möglichkeit, sich selbst auszuprobieren und eigenen Ideen und Projekte in die Tat umzusetzen. Im Umgang mit modernen Maschinen und Verfahren werden wertvolle praktische Erfahrungen gemacht, die durch kein Seminar oder keinen Lehrfilm generiert werden können.
Sie bietet den Raum und die Plattform zum Basteln, Forschen, Reparieren und zum interdisziplinären Austausch mit Gleichgesinnten. Das führt zu neuen Blickwinkeln und wirkt inspirierend.

Dr. rer. nat. Christina Niehus, Akademische Mitarbeiterin im FBT

Im Prinzip funktioniert immer alles. Jedoch reicht häufig die Vorstellung von einem zu entwickelnden System bei weitem nicht an seine tatsächliche Komplexität heran.
Das liegt oft in einer fachlich fokussierten und deshalb abstrahierenden Sichtweise begründet.
Ich sehe den Reiz einer offenen Prototypenwerkstatt vor allem darin, in fachübergreifenden Teams an Komplettsystemen, wie beispielsweise autonomen Vehikeln arbeiten zu können, um dabei die Leistungen aus Fachgebieten, die einem zuvor fremd waren, kennen, wertschätzen und mitnutzen zu lernen.

Prof. Dr.-Ing. Guido Kramann, Professur für Mechatronik

Meine Technikbegeisterung reicht in die Kinderzeit zurück. Wenn es mir z. B. gelungen war, ein Schwungradauto zu reparieren, war ich stolz … Unbewusst spielten dabei das haptische Begreifen und die Frage: Wie funktioniert(e) das?, eine wichtige Rolle.
Ich unterstütze gerne die Idee der offenen Erfinderwerkstatt, wo von Schülern, Studierenden bis zu Anwendern solchen praktischen Funktionsfragen nachgegangen werden kann. In meinem Fachgebiet heißt es dann: Wie und warum bewegt sich etwas und könnte es vielleicht mit weniger Energieaufwand angetrieben werden …?

Prof. Dr.-Ing. Thomas Götze, Professur für Antriebstechnik

Gruppen- oder Projektarbeiten sollen nicht länger in der Caféteria oder in einem evtl. freien Seminarraum stattfinden müssen. Diese Orte beflügeln nicht die Kreativität. Eine offene Werkstatt ist ein geeigneter Treffpunkt für alle unsere Hochschulangehörigen außerhalb der Lehrveranstaltungen.

Dipl.-Ing. (FH) Andrea Steinicke, Akademische Mitarbeiterin FBT

Make or buy – wie oft habe ich das in fünf Jahren Studium schon gehört – gekauft habe ich mir in der Zeit Einiges, gemacht weniger. Kaufen muss man fast täglich, entweder Essen und Trinken oder um etwas Kaputtes schnell zu ersetzen. Das Angebot oder die Möglichkeit, im Studium erdachte Sachen selbst umzusetzen, gab es dagegen selten.
Für die jungen Menschen, die in Zukunft den Campus bevölkern, kann ich daher die Idee einer offenen Werkstatt nur unterstützen.
Einen Platz, an dem jeder seine eigenen Ideen und Ziele verwirklichen kann – und wenn es nur die Reparatur des Fahrrades ist.

Jonathan Peters, B.Eng., studentische Hilfskraft in der offenen Werkstatt

Maßnahmen, die dazu führen, dass wir dauerhaft mehr und vor allem bessere Ingenieure und Ingenieurinnen ausbilden können, haben bei mir höchste Priorität. In einer offenen Werkstatt sehe ich gute Chancen dafür, da sie Zugangshürden und Berührungsängste abbaut und so zur kreativen Beschäftigung mit Technik einlädt. Unsere gut ausgestatteten Laboren bilden die Basis für den Übergang vom Basteln zur professionellen Produktentwicklung im Laufe des Studiums.

Dipl.-Ing. (FH) Harald Dienebier, ehem. Laborleiter FBT

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